Die Historie – Kreissparkasse Schwalm-Eder:
seit 1838 gut für Land und Leute.

Als öffentlich-rechtliches Institut haben wir uns in der nunmehr 175-jährigen Sparkassengeschichte schon immer am Gemeinwohl orientiert. Damit einhergehend haben wir die Menschen, Unternehmen und Organisationen in unserem Geschäftsgebiet als vertrauter und verlässlicher Geschäftspartner unterstützt. Das sicherheits- und kundenorientierte Wirken und Handeln ist schon immer eine unserer wesentlichen Aufgabenstellung als regional verankerte Sparkasse. Diese Ausrichtung hat sich für unsere Kunden gerade in der letzten Finanzkrise bewährt und wird auch durch unsere ganze Geschichte einrucksvoll belegt.

Von der Gründung bis zur Jahrhundertwende

09. November 1838: Es ist die Geburtstunde unserer ältesten „Wurzel“, der Städtischen Sparkasse Melsungen, die am 06. Dezember 1838 ihre Geschäftstätigkeit aufnimmt. Primär maßgebend hierfür war den minder bemittelten Personen, insbesondere Handwerkern, Fabrikarbeitern, Tagelöhnern und Dienstboten eine Gelegenheit zu geben, ihre kleinen Ersparnisse vor Verlust, Entwendung und Vergeudung zu sichern und durch die Verzinsung nach und nach kleine Kapitalien zu bilden. Für die Sicherheit der anvertrauten Gelder haftete damals das Vermögen der Stadt Melsungen.

1844: In diesem Jahr wird die Städtische Sparkasse zu Fritzlar als eines der weiteren Vorgängerinstitute der heutigen Kreissparkasse gegründet und nimmt ihren Geschäftsbetrieb auf.

1872: Die Kreissparkasse Ziegenhain als weiteres Vorgängerinstitut der Kreissparkasse Schwalm-Eder wird gegründet und nimmt am 02. Januar 1873 ihre Geschäftstätigkeit auf. Im ersten Geschäftsjahr stellt die Sparkasse 232 Sparbücher mit einer Gesamteinlage von 43.461 Thalern, 24 Silbergroschen und sechs Hellern aus.

1874: Umstellung von der Thaler- auf die Markberechnung

15. Dezember 1888: In der Präambel der „Neuen Statuten der Städtischen Sparkasse zu Melsungen“  wird das Gemeinnützigkeitsprinzip als oberstes Primat überaus deutlich.

01. April 1890: Zur Weckung des Spargedankens bei der Jugend wird bei der Städtischen Sparkasse Melsungen das Schulsparen eingeführt.

1899: Die Kreissparkasse Fritzlar als eines der Vorgängerinstitute der Kreissparkasse Schwalm-Eder bekommt am 07. März vom Oberpräsidenten aus Cassel die Erlaubnis zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit.

Die erste Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts

03. April 1903: Der Oberpräsident in Cassel genehmigt eine neu überarbeitete Fassung der Satzung der Städtischen Sparkasse Melsungen, die sich jetzt mehr den Kreisbewohnern öffnet.

November 1923: Die Städtische Sparkasse gerät in eine schwierige Lage als die Papiermark durch die Rentenmark abgelöst wurde.

01. April 1924: Der allgemeine Giro- und Kontokorrentverkehr wird gestartet, was im weiteren Verlauf u. a. auch eine räumliche Ausweitung erfordert. Nach dem Umbau des Rathauses wird der Städtischen Sparkasse Melsungen die gesamte untere Etage zur Verfügung gestellt.

24. Mai 1924: Die neu gegründete Kreissparkasse Melsungen öffnet im Sitzungssaal der Kreisverwaltung im Landgrafenschloß ihre Schalter. Damit sind in Melsungen nunmehr zwei Sparkassen präsent.

01. Juni 1928: Offizielle Übergabe und Umzug der Kreissparkasse Melsungen in das neu errichtete, repräsentative Sparkassengebäude, das nach mehreren An- und Umbauten in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts auch heute noch Sitz der Hauptstelle der Kreissparkasse  Schwalm-Eder ist.

Ende 1930: Die Städtische Sparkasse Melsungen verzeichnet Ende des Jahres 1930 Spareinlagen von 1 Millionen Reichsmark.

1933: Die Kreissparkasse Fritzlar übernimmt mit Wirkung vom 01. Januar die Städtische Sparkasse zu Fritzlar. Die Kreissparkasse führt fortan den Namen „Kreissparkasse Fritzlar-Homberg“.

1933 ff: Die Kreissparkasse Melsungen kann aufgrund der Stabilisierung des Wirtschaftslebens auf wachsende Einlagen zurückblicken, neue Sparformen werden angeboten, das Bausparen spielte eine wichtige Rolle und man engagiert sich an der Finanzierung des Wohnungsbaus.

09. November 1938: Rückschau auf 100 Jahre Geschichte der Städtischen Sparkasse Melsungen:
Den wirtschaftlich Schwachen hat sie geholfen und durch Beratung manche vor Schaden und Ungemach bewahrt. Der Stadt hat sie in bitterer Notzeit beigestanden und ihr die Schaffung vieler gemeinnütziger Einrichtungen ermöglicht getreu ihrer Zweckbestimmung:
„Eine gemeinnützige Einrichtung zum Segen aller!“

1943: Aufgrund der Anordnung des Reichswirtschaftsministers vom 23. August 1943 wird die Städtische Sparkasse Melsungen mit Wirkung vom 01. Oktober im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Kreissparkasse Melsungen übergeleitet. Sie führt nun die Bezeichnung Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen.

1945: Der gesamte Tresorinhalt der Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen geht beim Einmarsch der Amerikaner Ende März/Anfang April durch Kriegseinwirkung in Flammen auf. Es werden unersetzliche Akten/Unterlagen der Sparkasse, die Regierungshauptkasse - die nach der Ausbombung von Kassel 1943 aufgenommen werden musste - sowie die Kreiskommunalkasse vernichtet. Nur eine Woche nach dem Einmarsch der amerikanischen Streitkräfte konnte die Sparkasse den Kassenverkehr wieder aufnehmen.

20. Juni 1948: Währungsreform: Die bei der Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen auf rund 25.000 Kundenkonten angewachsenen Einlagen von 37 Millionen Reichsmark schrumpfen auf 1,75 Millionen Deutsche Mark zusammen. 18 Millionen Mark an Reichsanleihen, die von der Sparkasse nach und nach gezeichnet wurden, sind wertlos.

Die zweite Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts

50er Jahre: Die breite Bevölkerung fasst nach und nach wieder Vertrauen zum Spargedanken und zur Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen. Steuerbegünstigtes Sparen, Prämiensparen, Schulsparen, Schranksparen, Geschenkgutscheine für Neugeborene und Schulanfänger sowie jährliche Initiativen zu Weltspartag erweitern sukzessiv den Sparanreiz und verbreitern die Kundenbasis.

09. November 1963: Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen wird mit Stolz und Genugtuung das ungebrochene Vertrauen von Wirtschaft und Bevölkerung des gesamten Kreisgebietes zu ihrer Sparkasse hervorgehoben. Im Jubiläumsjahr sind insgesamt 53 Personen beschäftigt, darunter vier Beamte, 43 Angestellte und sechs Auszubildende.

1968: Die Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen stellt auf elektronische Datenverarbeitung um. Damit verbunden war u. a. auch eine Erweiterung der Kontonummern und die Umstellung des Buchungsschnittes.

1970: Die Bilanzsumme der Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen übersteigt 100 Millionen DM, das 10.000´ste Girokonto wird eröffnet und das 30.000´ste Sparkonto eingerichtet.

1971: Großzügige Erweiterung der Hauptstelle der Kreis- und Stadtsparkasse Melsungen. Neue Büroräume entstehen und ein Veranstaltungsraum wird geschaffen.

20. Dezember 1971: Die Kreissparkasse Fritzlar zieht in das neue Hauptstellengebäude in der Georgengasse.

März 1972: Freiwillige Zusammenlegung der selbständigen Stadtsparkasse Gudensberg mit der Kreissparkasse Fritzlar.

1974: Kreisgebietsreform der bisherigen „Altkreise“ Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain zu einem neuen Großkreis - dem „Schwalm-Eder-Kreis“ –  mit „Homberg“ als Kreisstadt.

01. Januar 1975: Gemäß Beschluss des Kreistages des neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreises vom 25. November 1974 werden die bisher selbständigen Sparkassen in Melsungen, Fritzlar und Ziegenhain zur „Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises“ mit Sitz der Hauptstelle in Melsungen zusammengeführt. Die Bilanzsumme der neuen Sparkasse beträgt zum Fusionszeitpunkt 432 Millionen DM.

1975: Für die drei Vorgängerinstitute der Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises werden jeweils regionale Sparkassenbeiräte gebildet, deren Mitglieder dazu beitragen sollen, vor Ort Kontakte zu allen Gruppen der Bevölkerung mit anzubahnen und zu intensivieren.

1976: Die Bilanzsumme der Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises überschreitet 500 Millionen DM.

1978/1979: Mit der Hauptstelle, den zwei Niederlassungen und fahrbaren Geschäftsstellen verfügt die Sparkasse über 100 Geschäftsstellen.

1983/1984: Bauliche Erweiterung des Hauptstellengebäudes in Melsungen mit Schaffung eines Parkdeckes für 80 PKW.

1985: Die Bilanzsumme der Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises erreicht erstmalig die DM-Milliardengrenze. Die Niederlassung Fritzlar bekommt den ersten Geldautomaten.

1988: Die Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises ändert ihre Firmenbezeichnung in „Kreissparkasse Schwalm-Eder“ und feiert zugleich ihr 150-jähriges Bestehen. Es  werden drei Stiftungen mit einem Dotationskapital von insgesamt 600 TDM errichtet.

01. April 1990: Die Fusion mit der Stadtsparkasse Homberg  wird vollzogen. Der von der aufgenommenen Stadtsparkasse begonnene Sparkassenneubau an der Drehscheibe wird fortgesetzt.

April 1991: Das Niederlassungsgebäude in Schwalmstadt-Ziegenhain wird nach grundlegender Umgestaltung eröffnet.

1992: Die Bilanzsumme der Kreissparkasse überschreitet erstmals „Zwei-Milliarden DM“.

1993: Der Startschuss für den Neubau des Sparkassen-Dienstleistungs-Zentrum in Homberg erfolgt mit der Grundsteinlegung am 09. September.

1994: Das neue Sparkassen-Dienstleistungs-Zentrum wird nach Fertigstellung am 1. Oktober bezogen, es bietet mit einer Nutzfläche von ca. 3.500 qm Platz für rd. 100 MitarbeiterInnen.

1997: Durch mehrere Zustiftungen ist das Stiftungsvermögen der vier Sparkassenstiftungen von 300.000 DM auf 1,4 Millionen DM angewachsen.

1999: Zum 01. Juli wird die bisher selbständige Stadtsparkasse Spangenberg übernommen. Nach rd. einjähriger Bauzeit wird der Geschäftsbetrieb in dem erweiterten und umgebauten Hauptstellengebäude in Melsungen aufgenommen und gleichzeitig wird mit dem neuen Beratungs- und Betreuungskonzept ein großer Schritt mit Fokussierung auf eine diskretere und persönlichere Betreuung und Beratung vollzogen.

Die erste Hälfte des Einundzwanzigsten Jahrhunderts


2000: Der mit Spannung erwartete Übergang von 1999/2000 verlief völlig reibungslos.

2002: Die per 01. Januar vollzogene Euro-Βargeldumstellung verlief ebenfalls völlig problemlos. Nach dem Umbau der Niederlassung Fritzlar-Georgengasse wird auch hier das neue Beratungs- und Betreuungskonzept eingeführt.

2006: Nach erfolgreicher Pilotierung wird das ganzheitliche Beratungskonzept für Privatkunden flächendeckend in allen Markdirektionen der Sparkasse umgesetzt.

2008: Das 170. Jahr des Bestehens der Kreissparkasse Schwalm-Eder ist geprägt durch die internationale Finanzmarktkrise.

2012: Ein erfolgreiches Jahr für die Kreissparkasse – die führende Marktposition im Schwalm-Eder-Kreis wurde weiter ausgebaut. Das Geschäftsvolumen wuchs auf 2.073 Mio. Euro und es wurden über 188 Mio. Euro an neuen Krediten vergeben. Damit wurde allen vertretbaren Kreditwünschen entsprochen, so dass es bei den Kunden keine Kreditklemme gab und gibt. Die Kreissparkasse bietet in der Fläche ihren Service und Beratung in 37 Geschäftsstellen an und beschäftigt 475 MitarbeiterInnen.  

2013: Vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 feiert die Kreissparkasse Schwalm-Eder ein großes Jubiläumsjahr aus Anlass Ihres 175-jährigen Bestehens am 09. November 2013.


Ab 1. September können Sie Projekte in der Kategorie „Umwelt & Natur“ einreichen.


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